Branche · B2B
Google Ads für B2B: Anfragen statt Klicks
Google Ads funktioniert im B2B, wenn du nicht auf Klicks optimierst, sondern auf qualifizierte Anfragen. Wenige, aber wertvolle Anfragen und lange Entscheidungswege bedeuten: Entscheidend sind die Kosten pro Anfrage, ausschließende Keywords gegen Job- und Privatsuchen und ein Tracking, das Formular und Anruf erfasst.
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Was bei Google Ads im B2B anders ist
Die Technik ist dieselbe wie bei jedem anderen Konto. Die Maßstäbe sind es nicht.
Wenige, wertvolle Anfragen
Statt hunderter Bestellungen zählen im B2B oft zehn gute Anfragen im Monat. Jede einzelne ist viel wert — und jede verlorene fällt auf.
Lange Entscheidungswege
Zwischen Suche und Auftrag liegen Wochen, Angebote und mehrere Beteiligte. Der Erfolg zeigt sich zuerst in Anfragen, erst später im Umsatz.
Kosten pro Anfrage statt Klickpreis
Ein Klick für 6 € ist nicht teuer, wenn jede zehnte Person anfragt. Ein Klick für 1 € ist teuer, wenn nie jemand anfragt. Gemessen wird die Anfrage.
Lead-Qualität
Eine Anfrage von einer Privatperson oder einem Studenten kostet so viel wie die eines Einkäufers. Gute Konten filtern früh — über Keywords, Anzeigentext und Formular.
Kleine, spezielle Zielgruppe
Viele B2B-Suchbegriffe haben wenig Suchvolumen. Jeder Klick ohne Kaufabsicht nimmt deshalb einen spürbaren Teil des Budgets weg.
Formular und Telefon
Geschäftskunden rufen oft an, statt ein Formular auszufüllen. Wer nur das Formular misst, unterschätzt seine Ergebnisse — und optimiert in die falsche Richtung.
Typische Budget-Lecks in B2B-Konten
Die meisten Verluste entstehen nicht durch zu hohe Klickpreise, sondern durch Klicks von Menschen, die nie anfragen werden. Die Suchbegriffe in den Beispielen sind typisch für einen Zulieferer:
- Jobsuchen: „cnc fräser jobs“, „ausbildung industriemechaniker“, „gehalt einkäufer“ — Menschen suchen eine Stelle, keinen Lieferanten.
- Privat- und Hobbysuchen: „cnc fräse hobby kaufen“, „für zuhause“, „gebraucht“ — die Suche passt zum Wort, nicht zum Geschäft.
- Wissens- und Studiensuchen: „was ist lohnfertigung“, „definition“, „pdf“, „hausarbeit“ — viele Klicks, kaum Anfragen.
- Falsche Regionen: Anzeigen erscheinen auch für Personen, die sich nur für eine Region interessieren. Wer nur vor Ort liefert, prüft die Standort-Option.
- Ungeeignete Conversions: Zählt ein Klick auf die E-Mail-Adresse als Anfrage, sieht das Konto besser aus, als es ist — und die automatischen Gebote lernen das Falsche.
Ausschließende Keywords: eine Startliste für B2B
Diese Gruppen gehören in fast jedes B2B-Konto — als Liste auf Kontoebene oder je Kampagne. Prüfe jedes Wort gegen dein Angebot, bevor du es ausschließt.
Jobs & Karriere
job, jobs, stellenangebote, stellenanzeige, gehalt, karriere, bewerbung, ausbildung, praktikum
Privat & Hobby
privat, hobby, für zuhause, gebraucht, selber bauen, diy
Wissen & Studium
was ist, definition, wikipedia, pdf, hausarbeit, studium
Gratis
kostenlos, gratis, muster, vorlage
Beispielliste, keine Vollständigkeit. Ausschließende Keywords erkennen keine ähnlichen Varianten — „job“ schließt „jobs“ nicht automatisch mit aus (Google-Ads-Hilfe: Auszuschließende Keywords).
Tracking: Formular und Anruf richtig messen
Automatische Gebote lernen nur, was du misst. Im B2B heißt das: jede echte Anfrage zählen — und nur die.
- Formular: Die Danke-Seite nach dem Absenden oder das Absende-Ereignis als Conversion — gemessen mit dem Google-Tag (Web-Conversions einrichten).
- Anrufe: Anrufe über die Anzeige und über die Nummer auf deiner Website als eigene Conversion-Aktionen, mit einer sinnvollen Mindestdauer (Anrufe über Anzeigen erfassen).
- Lead-Qualität: Welche Anfragen wirklich passten, weiß dein CRM. Über den Import von Offline-Conversions bzw. erweiterte Conversions für Leads fließt das zurück ins Konto (Offline-Conversion-Importe).
- Nebensignale: Klicks auf E-Mail-Adresse oder Telefonnummer sind höchstens sekundäre Conversions — sie sollten nicht als Anfrage zählen.
Good Ads Copilot · Neo
Wie der Copilot und Neo im B2B helfen
Der Copilot prüft dein Konto alle 3 Stunden und legt dir fertige Vorschläge vor. Umgesetzt wird nur, was du bestätigst — und jede Änderung ist 6 Stunden lang rückgängig zu machen.
- Kosten pro Anfrage je Kampagne und Suchbegriff — alle 3 Stunden aktualisiert, mit Daten bis gestern
- Job-, Hobby- und Wissenssuchen ohne Anfrage werden mit Betrag benannt und zum Ausschließen vorgeschlagen
- Relevante Begriffe mit wenig Ausgaben schlägt der Copilot bewusst nicht zum Ausschließen vor — kleine B2B-Nischen bleiben sichtbar
- Bei der Einrichtung wird festgelegt, welche Conversion-Aktionen als Anfrage zählen
- Alerts, wenn mehrere Tage keine Anfrage kommt oder das Budget früh ausgeschöpft ist
- Neo prüft auf Wunsch deine Landingpage: Steht das Formular oben, passt die Botschaft zur Anzeige?
Welche Suchbegriffe bringen keine Firmenkunden?
- Suchbegriffe der letzten 30 Tage geladen
- Nach Kaufabsicht sortiert
Zwei Begriffe haben 203 € gekostet — ohne eine Anfrage.
Beide kommen von Jobsuchenden und Privatleuten. Deine Lohnfertigungs-Begriffe bleiben unangetastet.
Häufige Fragen zu Google Ads im B2B
Fehlt deine Frage? Schreib uns an kontakt@good-ads-copilot.de.
Lohnt sich Google Ads für B2B?
Ja, wenn deine Kundinnen und Kunden aktiv nach deiner Leistung suchen — etwa nach Lohnfertigung, Software für eine bestimmte Branche oder einem Dienstleister in der Region. Weil eine einzelne B2B-Anfrage oft viel wert ist, darf sie mehr kosten als im Privatkundengeschäft. Entscheidend ist, dass du die Kosten pro qualifizierter Anfrage misst, nicht den Klickpreis.
Wie viel Budget brauche ich für Google Ads im B2B?
Rechne vom Ziel rückwärts: gewünschte Anfragen × Kosten pro Anfrage. Die Klickpreise deiner Suchbegriffe zeigt dir der Keyword-Planer von Google. Wie du dein Budget Schritt für Schritt berechnest, steht im Ratgeber Google Ads Kosten.
Wie verhindere ich Klicks von Jobsuchenden?
Mit ausschließenden Keywords wie „job“, „jobs“, „stellenangebote“, „gehalt“ und „ausbildung“. Ausschließende Keywords erkennen keine ähnlichen Varianten — Singular und Plural legst du deshalb einzeln an. Prüfe die Liste vorher gegen dein eigenes Angebot: Wer selbst Schulungen verkauft, darf „ausbildung“ nicht ausschließen.
Suchkampagne oder Performance Max im B2B?
Für die meisten B2B-Konten ist die Suchkampagne der bessere Start, weil du genau steuerst, bei welchen Suchbegriffen deine Anzeige erscheint. Performance Max braucht ein verlässliches Conversion-Tracking und genug Conversions, um gut zu lernen — das ist bei wenigen Anfragen im Monat oft noch nicht gegeben. Mehr dazu im Ratgeber Performance Max erklärt.
Wie messe ich Anrufe als Anfrage?
Mit Anruf-Conversions in Google Ads. Google kann Anrufe über deine Anzeigen bzw. das Anruf-Asset und Anrufe unter der Telefonnummer auf deiner Website erfassen; ab welcher Gesprächsdauer ein Anruf zählt, legst du selbst fest. Die Einrichtung beschreibt die Google-Ads-Hilfe zu Anruf-Conversions.
Wie schnell sehe ich Ergebnisse?
Erste Suchbegriffe und Klickpreise siehst du nach wenigen Tagen, belastbare Aussagen zu den Kosten pro Anfrage brauchen meist mehrere Wochen. Bei langen Entscheidungswegen kommt der Auftrag oft erst Wochen nach der Anfrage — bewerte das Konto deshalb nach Anfragen und ihrer Qualität, nicht nach Umsatz in den ersten 14 Tagen.
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