Ratgeber

Performance Max erklärt: wann sich PMax lohnt

Performance Max (PMax) ist ein Kampagnentyp in Google Ads, der mit einer einzigen Kampagne auf allen Google-Kanälen wirbt — Suche, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps. Google steuert Gebote, Platzierungen und die Kombination deiner Anzeigen-Bausteine automatisch auf dein Conversion-Ziel hin. Das lohnt sich, wenn dein Conversion-Tracking verlässlich ist und genug Conversions zusammenkommen; ohne saubere Messung ist eine Suchkampagne meist der bessere Start.

Stand: Redaktion Good Ads Copilot

Fachlich geprüft von Nick AdamidisGoogle-Ads-Experte, Gründer der Agentur Good Ads

Das Wichtigste in Kürze

  • Performance Max ist eine Kampagne für alle Google-Kanäle, gesteuert über dein Conversion-Ziel.
  • Ohne verlässliches Conversion-Tracking optimiert PMax auf das Falsche.
  • Asset-Gruppen liefern die Bausteine, Zielgruppensignale sind nur Hinweise — PMax liefert auch darüber hinaus aus.
  • Google empfiehlt, neue Kampagnen mindestens 6 Wochen laufen zu lassen, bevor du sie bewertest.

Was ist Performance Max?

Performance Max ist ein zielvorhabenbasierter Kampagnentyp: Du legst fest, was zählt — Umsätze, Leads oder Ladenbesuche — und gibst Budget, Anzeigen-Bausteine und optional Zielgruppensignale vor. Google entscheidet dann je Auktion, auf welchem Kanal, mit welcher Kombination und zu welchem Gebot deine Anzeige erscheint. Eine einzige Kampagne erreicht so die Google-Suche, YouTube, das Displaynetzwerk, Discover, Gmail und Maps (Google-Ads-Hilfe: Performance Max-Kampagnen).

Geboten wird immer mit Smart Bidding: Je nach Ziel maximiert PMax die Conversions oder den Conversion-Wert, auf Wunsch mit einem Ziel für die Kosten pro Conversion (CPA) oder den Umsatz pro Werbe-Euro (ROAS). Google beschreibt PMax ausdrücklich als Ergänzung zu Suchkampagnen, nicht als Ersatz.

Wichtig für Konten mit beiden Kampagnentypen: Ist eine Suchanfrage identisch mit einem geeigneten Keyword aus deinem Konto, hat die Suchkampagne Vorrang — unabhängig von der Keyword-Option. Bei allen anderen Suchanfragen gewinnt der höhere Anzeigenrang (Google-Ads-Hilfe: Keyword-Optionen).

Wann sich Performance Max lohnt — und wann nicht

Google empfiehlt PMax, wenn du konkrete Conversion-Ziele hast, die Auslieferung nicht auf einzelne Kanäle beschränken willst und über die Suche hinaus Reichweite gewinnen möchtest. Aus der Praxis ergibt sich daraus:

Eher ja

  • Dein Conversion-Tracking misst echte Anfragen oder Verkäufe und ist getestet.
  • Es kommen regelmäßig Conversions zusammen, an denen die Gebote lernen können.
  • Du hast gute Bilder, Texte und idealerweise Videos — oder einen Produkt-Feed als Online-Shop.
  • Du kannst der Kampagne mehrere Wochen Zeit geben, ohne sie ständig umzubauen.

Eher nicht

  • Das Tracking ist unklar oder zählt Klicks auf E-Mail und Telefonnummer als Anfrage.
  • Das Budget liegt deutlich unter dem Mindestbudget, das Google beim Einrichten vorschlägt.
  • Du willst genau steuern, bei welchen Suchbegriffen deine Anzeige erscheint — dann ist die Suchkampagne das passende Werkzeug. Wie du sie aufbaust, zeigt die Anleitung Google-Ads-Kampagne erstellen.

Asset-Gruppen: die Bausteine deiner Anzeigen

Eine Asset-Gruppe bündelt Anzeigentitel, Textzeilen, Bilder, Logos, Videos, Sitelinks und Zielgruppensignale zu einem Thema. Google kombiniert daraus automatisch Anzeigen für jeden Kanal. Vor dem Start legst du eine Asset-Gruppe an, danach beliebig viele weitere (Asset-Gruppe erstellen).

Bausteine einer Asset-Gruppe in Performance Max mit Anzahl und Zeichenlimit
BausteinAnzahlHinweis
Anzeigentitel3 bis 15je max. 30 Zeichen, mindestens einer mit max. 15
Lange Anzeigentitel1 bis 5je max. 90 Zeichen
Textzeilen (Beschreibungen)2 bis 5je max. 90 Zeichen
Unternehmensname1 (Pflicht)max. 25 Zeichen
Bilderbis zu 20u. a. Querformat 1,91:1 und quadratisch 1:1
Logosbis zu 5quadratisch 1:1, optional Querformat 4:1
Videosbis zu 15ohne eigenes Video erstellt Google wenn möglich automatisch eines

Stand der Google-Ads-Hilfe am 2. Oktober 2026 (Text-Assets, Bild-Assets, Video-Assets).

Google empfiehlt, die Möglichkeiten auszuschöpfen: mindestens 15 Anzeigentitel, 5 Textzeilen, 7 Bilder in verschiedenen Formaten und mindestens ein eigenes Video (Optimierungstipps für Performance Max). Trenne Asset-Gruppen nach Themen, etwa nach Produktgruppe oder Leistung. So passen Texte und Bilder zur Suche.

Beispiel

Ein Heizungsbauer bewirbt Wärmepumpen und Heizungswartung. Statt einer Asset-Gruppe für beides legt er zwei an: eine mit Texten und Bildern zu Wärmepumpen, eine zur Wartung. So sieht er im Asset-Bericht auch getrennt, welches Thema Anfragen bringt.

Zielgruppensignale: Hinweise, keine Grenzen

Zielgruppensignale sind optionale Vorschläge, mit denen du Googles KI zeigst, wer wahrscheinlich konvertiert — zum Beispiel Kundenlisten, Website-Besucher oder Personen, die nach bestimmten Begriffen gesucht haben. Sie beschleunigen den Start, begrenzen die Auslieferung aber nicht: Ist die Conversion-Wahrscheinlichkeit hoch, liefert PMax auch an Menschen außerhalb der Signale aus (Zielgruppensignale für Performance Max).

Wer Performance Max auf eine Zielgruppe begrenzen will, kann das über Signale also nicht. Eingrenzen lässt sich die Kampagne über Standorte, Sprachen, ausschließende Keywords, Markenausschlüsse und URL-Regeln.

Markenausschlüsse: wenn PMax deine eigene Marke einsammelt

PMax kann auch bei Suchen nach deinem eigenen Firmennamen erscheinen. Diese Menschen kennen dich bereits — die Conversions wären oft auch ohne Anzeige entstanden. Mit einem Markenausschluss nimmst du solche Suchen heraus: Du legst eine Markenliste an und wendest sie auf die Kampagne an. Der Ausschluss wirkt auf das Such- und Shopping-Inventar, Schreibweisen und Varianten erkennt Google selbst (Markeneinstellungen für Such- und Performance Max-Kampagnen).

Schließt du die eigene Marke aus, sollte eine Suchkampagne für deine Markenbegriffe bestehen — sonst erscheinst du bei diesen Suchen gar nicht mehr.

Suchbegriffe und Berichte: was du in PMax sehen kannst

Lange galt Performance Max als Blackbox. Inzwischen liefert Google mehrere Einblicke:

  • Suchbegriffsbericht: welche Suchanfragen deine Anzeigen ausgelöst haben, mit Landingpage und Anzeigenformat; Daten ab März 2023 (Bericht zu Suchbegriffen in Performance Max).
  • Statistiken zu Suchbegriffen: Suchanfragen in Kategorien nach Nutzerabsicht, mit Klicks, Conversions und Suchvolumen (Statistiken zu Suchbegriffen).
  • Kanalleistung: Kosten, Klicks und Conversions getrennt nach Suche, YouTube, Display, Discover, Gmail, Maps und Suchnetzwerk-Partnern (Bericht zur Kanalleistung).
  • Asset-Bericht: wie einzelne Texte, Bilder und Videos im Vergleich abschneiden.

Unpassende Suchbegriffe kannst du als ausschließende Keywords direkt in der Kampagne anlegen; sie gelten für das Such- und Shopping-Inventar (Auszuschließende Keywords in Performance Max). Ausschließende Keywords auf Kontoebene — bis zu 1.000 — wirken zusätzlich für alle Kampagnen (Auszuschließende Keywords auf Kontoebene).

Typische Fehler mit Performance Max

  1. Weiche Conversions als Ziel. Zählen Seitenaufrufe oder Klicks auf die E-Mail-Adresse als Conversion, optimiert PMax genau darauf — und liefert viel davon, aber wenige echte Anfragen oder Verkäufe.
  2. Zu früh bewerten, zu oft umbauen. Jede größere Änderung startet das Lernen neu. Google empfiehlt mindestens sechs Wochen Laufzeit vor der Bewertung und nach größeren Änderungen ein bis zwei Wochen Geduld.
  3. Die eigene Marke unbemerkt mitzählen. Sucht jemand nach deinem Firmennamen, hätte er dich oft auch so gefunden. Ohne Markenausschluss wirken die Ergebnisse besser, als sie sind.
  4. Final-URL-Erweiterung ungeprüft lassen. Sie ist standardmäßig aktiv und kann Klicks auf andere Seiten deiner Domain lenken — etwa Karriere- oder Blogseiten. URL-Ausschlüsse oder Abschalten verhindern das.
  5. Eine Asset-Gruppe für alles. Unterschiedliche Produkte oder Zielgruppen in einer Asset-Gruppe führen zu allgemeinen Anzeigen. Getrennte Gruppen je Thema machen Anzeigen und Auswertung klarer.
  6. Suchbegriffe nie ansehen. Der Suchbegriffsbericht zeigt, wofür du bezahlst. Unpassende Begriffe schließt du aus — auf Kampagnen- oder Kontoebene.
  7. Suche und PMax ohne Plan nebeneinander. Identische Suchanfragen gehen an die Suchkampagne, alles andere an den höheren Anzeigenrang. Wer das nicht weiß, wundert sich über verschobene Zahlen.

Checkliste vor dem Start

  1. Conversion-Tracking getestet: Nur echte Anfragen oder Käufe zählen als primäre Conversion
  2. Ziel und Gebotsstrategie gewählt: Conversions oder Conversion-Wert maximieren, Zielwert erst mit Daten
  3. Budget mindestens auf der niedrigsten Stufe, die Google beim Einrichten vorschlägt
  4. Je Thema eine Asset-Gruppe mit vollständigen Text-, Bild- und Video-Bausteinen
  5. Zielgruppensignale aus eigenen Daten hinterlegt, etwa Kundenlisten oder Website-Besucher
  6. Markenausschluss geprüft und — falls genutzt — eigene Markenkampagne in der Suche
  7. Final-URL-Erweiterung bewusst eingestellt, unpassende Seiten ausgeschlossen
  8. Ausschließende Keywords für Job-, Gratis- und Wissenssuchen angelegt
  9. Termin im Kalender: nach 2, 4 und 6 Wochen Suchbegriffe, Kanalleistung und Assets prüfen

Was der Good Ads Copilot bei Performance Max auswertet

Im Good Ads Copilot erscheinen Performance-Max-Kampagnen neben Such- und Shopping-Kampagnen — mit Kosten, Conversions bzw. Umsatz und Kosten pro Verkauf. Bei Online-Shops wertet der Copilot die Produkte aus, benennt Produkte, die Budget ohne Verkauf verbrauchen, und schließt sie nach deiner Bestätigung aus. Neo, der KI-Assistent im Good Ads Copilot, erklärt dir Veränderungen in deinen Worten.

Zwei Grenzen gehören dazu: Den Suchbegriffsbericht von Performance Max öffnest du direkt in Google Ads — die Suchbegriff-Auswertung im Copilot umfasst Such- und Shopping-Kampagnen. Und der Kampagnen-Builder legt Suchkampagnen an, keine Performance-Max-Kampagnen.

Quellen

Alle Angaben zu Google-Ads-Funktionen beziehen sich auf die offizielle Google-Ads-Hilfe (abgerufen am 2. Oktober 2026). Google ändert Funktionen regelmäßig — im Zweifel gilt die jeweils aktuelle Hilfeseite.

Häufige Fragen zu Performance Max

Fehlt deine Frage? Schreib uns an kontakt@good-ads-copilot.de.

Was ist Performance Max?

Performance Max ist ein Kampagnentyp in Google Ads, der mit einer einzigen Kampagne auf allen Google-Kanälen wirbt — Suche, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps. Gebote und Platzierungen steuert Google automatisch auf dein Conversion-Ziel hin; du lieferst Ziele, Budget, Anzeigen-Bausteine und optional Zielgruppensignale.

Kann ich in Performance Max Keywords ausschließen?

Ja. Ausschließende Keywords lassen sich inzwischen direkt auf Kampagnenebene anlegen; sie wirken auf das Such- und Shopping-Inventar. Zusätzlich gibt es ausschließende Keywords auf Kontoebene (bis zu 1.000) und Markenausschlüsse über Markenlisten.

Sehe ich in Performance Max die Suchbegriffe?

Ja, im Suchbegriffsbericht für Performance Max — mit Daten ab März 2023. Ergänzend fasst die Ansicht „Statistiken zu Suchbegriffen“ Suchanfragen in Kategorien nach Nutzerabsicht zusammen, und der Bericht zur Kanalleistung zeigt, auf welchen Kanälen Kosten und Conversions entstehen.

Wie lange dauert die Lernphase bei Performance Max?

Laut Google in der Regel ein bis zwei Wochen, manchmal bis zu sechs Wochen. Google empfiehlt, neue Kampagnen mindestens sechs Wochen laufen zu lassen, bevor du sie bewertest, und nach größeren Änderungen ein bis zwei Wochen bzw. mindestens einen Conversion-Zyklus abzuwarten.

Ersetzt Performance Max meine Suchkampagne?

Nein, Google beschreibt Performance Max als Ergänzung. Ist eine Suchanfrage identisch mit einem geeigneten Keyword aus deinem Konto, hat die Suchkampagne Vorrang — egal mit welcher Keyword-Option. Bei allen anderen Suchanfragen entscheidet der höhere Anzeigenrang.

Lohnt sich Performance Max bei kleinem Budget?

Oft nicht als erste Kampagne. Performance Max lernt aus Conversions; mit wenigen Conversions im Monat und schmalem Budget verteilt es sich auf viele Kanäle, ohne genug Daten zu sammeln. Google schlägt beim Einrichten ein empfohlenes Mindestbudget vor — liegt dein Budget deutlich darunter, ist eine gut gepflegte Suchkampagne meist der verlässlichere Start.

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