Das Wichtigste in Kürze
- Performance Max ist eine Kampagne für alle Google-Kanäle, gesteuert über dein Conversion-Ziel.
- Ohne verlässliches Conversion-Tracking optimiert PMax auf das Falsche.
- Asset-Gruppen liefern die Bausteine, Zielgruppensignale sind nur Hinweise — PMax liefert auch darüber hinaus aus.
- Google empfiehlt, neue Kampagnen mindestens 6 Wochen laufen zu lassen, bevor du sie bewertest.
Was ist Performance Max?
Performance Max ist ein zielvorhabenbasierter Kampagnentyp: Du legst fest, was zählt — Umsätze, Leads oder Ladenbesuche — und gibst Budget, Anzeigen-Bausteine und optional Zielgruppensignale vor. Google entscheidet dann je Auktion, auf welchem Kanal, mit welcher Kombination und zu welchem Gebot deine Anzeige erscheint. Eine einzige Kampagne erreicht so die Google-Suche, YouTube, das Displaynetzwerk, Discover, Gmail und Maps (Google-Ads-Hilfe: Performance Max-Kampagnen).
Geboten wird immer mit Smart Bidding: Je nach Ziel maximiert PMax die Conversions oder den Conversion-Wert, auf Wunsch mit einem Ziel für die Kosten pro Conversion (CPA) oder den Umsatz pro Werbe-Euro (ROAS). Google beschreibt PMax ausdrücklich als Ergänzung zu Suchkampagnen, nicht als Ersatz.
Wichtig für Konten mit beiden Kampagnentypen: Ist eine Suchanfrage identisch mit einem geeigneten Keyword aus deinem Konto, hat die Suchkampagne Vorrang — unabhängig von der Keyword-Option. Bei allen anderen Suchanfragen gewinnt der höhere Anzeigenrang (Google-Ads-Hilfe: Keyword-Optionen).
Wann sich Performance Max lohnt — und wann nicht
Google empfiehlt PMax, wenn du konkrete Conversion-Ziele hast, die Auslieferung nicht auf einzelne Kanäle beschränken willst und über die Suche hinaus Reichweite gewinnen möchtest. Aus der Praxis ergibt sich daraus:
Eher ja
- Dein Conversion-Tracking misst echte Anfragen oder Verkäufe und ist getestet.
- Es kommen regelmäßig Conversions zusammen, an denen die Gebote lernen können.
- Du hast gute Bilder, Texte und idealerweise Videos — oder einen Produkt-Feed als Online-Shop.
- Du kannst der Kampagne mehrere Wochen Zeit geben, ohne sie ständig umzubauen.
Eher nicht
- Das Tracking ist unklar oder zählt Klicks auf E-Mail und Telefonnummer als Anfrage.
- Das Budget liegt deutlich unter dem Mindestbudget, das Google beim Einrichten vorschlägt.
- Du willst genau steuern, bei welchen Suchbegriffen deine Anzeige erscheint — dann ist die Suchkampagne das passende Werkzeug. Wie du sie aufbaust, zeigt die Anleitung Google-Ads-Kampagne erstellen.
Asset-Gruppen: die Bausteine deiner Anzeigen
Eine Asset-Gruppe bündelt Anzeigentitel, Textzeilen, Bilder, Logos, Videos, Sitelinks und Zielgruppensignale zu einem Thema. Google kombiniert daraus automatisch Anzeigen für jeden Kanal. Vor dem Start legst du eine Asset-Gruppe an, danach beliebig viele weitere (Asset-Gruppe erstellen).
| Baustein | Anzahl | Hinweis |
|---|---|---|
| Anzeigentitel | 3 bis 15 | je max. 30 Zeichen, mindestens einer mit max. 15 |
| Lange Anzeigentitel | 1 bis 5 | je max. 90 Zeichen |
| Textzeilen (Beschreibungen) | 2 bis 5 | je max. 90 Zeichen |
| Unternehmensname | 1 (Pflicht) | max. 25 Zeichen |
| Bilder | bis zu 20 | u. a. Querformat 1,91:1 und quadratisch 1:1 |
| Logos | bis zu 5 | quadratisch 1:1, optional Querformat 4:1 |
| Videos | bis zu 15 | ohne eigenes Video erstellt Google wenn möglich automatisch eines |
Stand der Google-Ads-Hilfe am 2. Oktober 2026 (Text-Assets, Bild-Assets, Video-Assets).
Google empfiehlt, die Möglichkeiten auszuschöpfen: mindestens 15 Anzeigentitel, 5 Textzeilen, 7 Bilder in verschiedenen Formaten und mindestens ein eigenes Video (Optimierungstipps für Performance Max). Trenne Asset-Gruppen nach Themen, etwa nach Produktgruppe oder Leistung. So passen Texte und Bilder zur Suche.
Beispiel
Ein Heizungsbauer bewirbt Wärmepumpen und Heizungswartung. Statt einer Asset-Gruppe für beides legt er zwei an: eine mit Texten und Bildern zu Wärmepumpen, eine zur Wartung. So sieht er im Asset-Bericht auch getrennt, welches Thema Anfragen bringt.
Zielgruppensignale: Hinweise, keine Grenzen
Zielgruppensignale sind optionale Vorschläge, mit denen du Googles KI zeigst, wer wahrscheinlich konvertiert — zum Beispiel Kundenlisten, Website-Besucher oder Personen, die nach bestimmten Begriffen gesucht haben. Sie beschleunigen den Start, begrenzen die Auslieferung aber nicht: Ist die Conversion-Wahrscheinlichkeit hoch, liefert PMax auch an Menschen außerhalb der Signale aus (Zielgruppensignale für Performance Max).
Wer Performance Max auf eine Zielgruppe begrenzen will, kann das über Signale also nicht. Eingrenzen lässt sich die Kampagne über Standorte, Sprachen, ausschließende Keywords, Markenausschlüsse und URL-Regeln.
Markenausschlüsse: wenn PMax deine eigene Marke einsammelt
PMax kann auch bei Suchen nach deinem eigenen Firmennamen erscheinen. Diese Menschen kennen dich bereits — die Conversions wären oft auch ohne Anzeige entstanden. Mit einem Markenausschluss nimmst du solche Suchen heraus: Du legst eine Markenliste an und wendest sie auf die Kampagne an. Der Ausschluss wirkt auf das Such- und Shopping-Inventar, Schreibweisen und Varianten erkennt Google selbst (Markeneinstellungen für Such- und Performance Max-Kampagnen).
Schließt du die eigene Marke aus, sollte eine Suchkampagne für deine Markenbegriffe bestehen — sonst erscheinst du bei diesen Suchen gar nicht mehr.
Suchbegriffe und Berichte: was du in PMax sehen kannst
Lange galt Performance Max als Blackbox. Inzwischen liefert Google mehrere Einblicke:
- Suchbegriffsbericht: welche Suchanfragen deine Anzeigen ausgelöst haben, mit Landingpage und Anzeigenformat; Daten ab März 2023 (Bericht zu Suchbegriffen in Performance Max).
- Statistiken zu Suchbegriffen: Suchanfragen in Kategorien nach Nutzerabsicht, mit Klicks, Conversions und Suchvolumen (Statistiken zu Suchbegriffen).
- Kanalleistung: Kosten, Klicks und Conversions getrennt nach Suche, YouTube, Display, Discover, Gmail, Maps und Suchnetzwerk-Partnern (Bericht zur Kanalleistung).
- Asset-Bericht: wie einzelne Texte, Bilder und Videos im Vergleich abschneiden.
Unpassende Suchbegriffe kannst du als ausschließende Keywords direkt in der Kampagne anlegen; sie gelten für das Such- und Shopping-Inventar (Auszuschließende Keywords in Performance Max). Ausschließende Keywords auf Kontoebene — bis zu 1.000 — wirken zusätzlich für alle Kampagnen (Auszuschließende Keywords auf Kontoebene).
Typische Fehler mit Performance Max
- Weiche Conversions als Ziel. Zählen Seitenaufrufe oder Klicks auf die E-Mail-Adresse als Conversion, optimiert PMax genau darauf — und liefert viel davon, aber wenige echte Anfragen oder Verkäufe.
- Zu früh bewerten, zu oft umbauen. Jede größere Änderung startet das Lernen neu. Google empfiehlt mindestens sechs Wochen Laufzeit vor der Bewertung und nach größeren Änderungen ein bis zwei Wochen Geduld.
- Die eigene Marke unbemerkt mitzählen. Sucht jemand nach deinem Firmennamen, hätte er dich oft auch so gefunden. Ohne Markenausschluss wirken die Ergebnisse besser, als sie sind.
- Final-URL-Erweiterung ungeprüft lassen. Sie ist standardmäßig aktiv und kann Klicks auf andere Seiten deiner Domain lenken — etwa Karriere- oder Blogseiten. URL-Ausschlüsse oder Abschalten verhindern das.
- Eine Asset-Gruppe für alles. Unterschiedliche Produkte oder Zielgruppen in einer Asset-Gruppe führen zu allgemeinen Anzeigen. Getrennte Gruppen je Thema machen Anzeigen und Auswertung klarer.
- Suchbegriffe nie ansehen. Der Suchbegriffsbericht zeigt, wofür du bezahlst. Unpassende Begriffe schließt du aus — auf Kampagnen- oder Kontoebene.
- Suche und PMax ohne Plan nebeneinander. Identische Suchanfragen gehen an die Suchkampagne, alles andere an den höheren Anzeigenrang. Wer das nicht weiß, wundert sich über verschobene Zahlen.
Checkliste vor dem Start
- Conversion-Tracking getestet: Nur echte Anfragen oder Käufe zählen als primäre Conversion
- Ziel und Gebotsstrategie gewählt: Conversions oder Conversion-Wert maximieren, Zielwert erst mit Daten
- Budget mindestens auf der niedrigsten Stufe, die Google beim Einrichten vorschlägt
- Je Thema eine Asset-Gruppe mit vollständigen Text-, Bild- und Video-Bausteinen
- Zielgruppensignale aus eigenen Daten hinterlegt, etwa Kundenlisten oder Website-Besucher
- Markenausschluss geprüft und — falls genutzt — eigene Markenkampagne in der Suche
- Final-URL-Erweiterung bewusst eingestellt, unpassende Seiten ausgeschlossen
- Ausschließende Keywords für Job-, Gratis- und Wissenssuchen angelegt
- Termin im Kalender: nach 2, 4 und 6 Wochen Suchbegriffe, Kanalleistung und Assets prüfen
Was der Good Ads Copilot bei Performance Max auswertet
Im Good Ads Copilot erscheinen Performance-Max-Kampagnen neben Such- und Shopping-Kampagnen — mit Kosten, Conversions bzw. Umsatz und Kosten pro Verkauf. Bei Online-Shops wertet der Copilot die Produkte aus, benennt Produkte, die Budget ohne Verkauf verbrauchen, und schließt sie nach deiner Bestätigung aus. Neo, der KI-Assistent im Good Ads Copilot, erklärt dir Veränderungen in deinen Worten.
Zwei Grenzen gehören dazu: Den Suchbegriffsbericht von Performance Max öffnest du direkt in Google Ads — die Suchbegriff-Auswertung im Copilot umfasst Such- und Shopping-Kampagnen. Und der Kampagnen-Builder legt Suchkampagnen an, keine Performance-Max-Kampagnen.
Quellen
Alle Angaben zu Google-Ads-Funktionen beziehen sich auf die offizielle Google-Ads-Hilfe (abgerufen am 2. Oktober 2026). Google ändert Funktionen regelmäßig — im Zweifel gilt die jeweils aktuelle Hilfeseite.
- Performance Max-Kampagnen
- Asset-Gruppe erstellen
- Text-Assets für Performance Max
- Bild-Assets für Performance Max-Kampagnen
- Video-Assets für Performance Max-Kampagnen
- Optimierungstipps für Performance Max-Kampagnen
- Zielgruppensignale für Performance Max-Kampagnen
- Markeneinstellungen für Such- und Performance Max-Kampagnen
- Bericht zu Suchbegriffen in Performance Max-Kampagnen
- Statistiken zu Suchbegriffen
- Bericht zur Kanalleistung
- Auszuschließende Keywords in Performance Max-Kampagnen
- Auszuschließende Keywords auf Kontoebene
- Performance Max-Kampagne erstellen
- Keyword-Optionen