Das Wichtigste in Kürze
- Erst messen, dann werben: Conversion-Tracking gehört vor die erste Anzeige.
- Keyword-Optionen steuern die Reichweite: weitgehend passend, passende Wortgruppe, genau passend.
- Ausschließende Keywords erkennen keine Varianten — Singular und Plural einzeln anlegen.
- Responsive Suchanzeigen: 3 bis 15 Titel à 30 Zeichen, 2 bis 4 Textzeilen à 90 Zeichen.
- Google kann an einzelnen Tagen bis zum Doppelten des Tagesbudgets ausgeben, im Monat höchstens das 30,4-Fache.
Die sieben Schritte im Überblick
- Ziel festlegen und Conversion-Tracking einrichten
- Keywords und Keyword-Optionen wählen
- Ausschließende Keywords anlegen
- Responsive Suchanzeigen schreiben
- Budget und Gebotsstrategie festlegen
- Standort, Sprache und Zeiten einstellen
- Starten und die ersten 14 Tage begleiten
Die Anleitung beschreibt eine Suchkampagne — Anzeigen in der Google-Suche zu Begriffen, die du auswählst. Für die meisten Unternehmen ist das der beste Einstieg, weil du genau steuerst, wofür du bezahlst. Wann sich stattdessen Performance Max lohnt, steht in Performance Max erklärt.
1. Ziel festlegen und Conversion-Tracking einrichten
Beim Anlegen fragt Google nach dem Zielvorhaben — etwa Umsatz, Leads oder Website-Traffic — und nach den Conversion-Aktionen, die zählen sollen (Google-Ads-Hilfe: Suchkampagne erstellen). Eine Conversion ist die Handlung, für die du wirbst: ein abgeschicktes Formular, ein Anruf, ein Kauf.
- Formulare und Käufe misst du mit dem Google-Tag — über die Danke-Seite oder das Absende-Ereignis (Web-Conversions einrichten).
- Anrufe zählen als eigene Conversion-Aktion, mit einer Mindestdauer, die du festlegst (Anrufe über Anzeigen erfassen).
- Nur echte Anfragen als primäre Conversion: Klicks auf die E-Mail-Adresse oder Seitenaufrufe verzerren die Auswertung und die automatischen Gebote.
Löse vor dem Start eine Test-Conversion aus und prüfe, ob sie in Google Ads ankommt.
2. Keywords und Keyword-Optionen wählen
Keywords sind die Begriffe, bei denen deine Anzeige erscheinen kann. Ordne sie nach Themen in Anzeigengruppen, etwa „Wärmepumpe“ und „Heizungswartung“. So passt jede Anzeige genau zur Suche. Suchvolumen und typische Klickpreise zeigt der Keyword-Planer in Google Ads.
Wie weit ein Keyword reicht, bestimmt die Keyword-Option (Keyword-Optionen):
| Keyword-Option | Schreibweise | Erreicht |
|---|---|---|
| Weitgehend passend | wärmepumpe installation | Suchen mit Bezug zum Keyword, auch ohne die genauen Wörter |
| Passende Wortgruppe | "wärmepumpe installation" | Suchen mit ähnlicher Bedeutung wie die Wortgruppe |
| Genau passend | [wärmepumpe installation] | Suchen mit derselben Bedeutung oder Absicht |
Beispiel
Ein Heizungsbauer in Velbert startet mit einer Anzeigengruppe „Wärmepumpe“: [wärmepumpe installation], "wärmepumpe einbauen lassen", "wärmepumpe angebot". Begriffe mit Kaufabsicht stehen vorn; reine Informationssuchen wie „wie funktioniert eine wärmepumpe“ lässt er weg.
3. Ausschließende Keywords anlegen
Ausschließende Keywords verhindern, dass deine Anzeige bei unpassenden Suchen erscheint. Sie erkennen keine ähnlichen Varianten: Synonyme, Singular und Plural legst du einzeln an (Auszuschließende Keywords). Eine Liste auf Kontoebene — bis zu 1.000 Begriffe — gilt für alle Kampagnen (Auszuschließende Keywords auf Kontoebene).
Beispiel
Typische Startliste: kostenlos, gratis, selber, anleitung, pdf, job, jobs, ausbildung, gebraucht. Prüfe jedes Wort gegen dein Angebot — wer Ausbildungen anbietet, schließt „ausbildung“ nicht aus. Für Geschäftskunden gibt es eine eigene Liste unter Google Ads für B2B.
4. Responsive Suchanzeigen schreiben
Eine responsive Suchanzeige besteht aus 3 bis 15 Anzeigentiteln mit je bis zu 30 Zeichen, 2 bis 4 Textzeilen mit je bis zu 90 Zeichen und zwei optionalen Pfadfeldern mit je 15 Zeichen. Google kombiniert daraus die Anzeige, die zur Suche am besten passt (Responsive Suchanzeigen).
- Das Hauptkeyword in mehrere Titel, damit die Anzeige zur Suche passt.
- Einen konkreten Nutzen nennen: Festpreis, Termin in 48 Stunden, Meisterbetrieb.
- Einen Beleg, der stimmt: Bewertungen, Zertifikate, Jahre am Markt.
- Eine klare Aufforderung: „Angebot anfordern“, „Jetzt anrufen“.
Ergänze Sitelinks zu wichtigen Unterseiten und ein Anruf-Asset, wenn Anrufe für dich wertvoll sind.
5. Budget und Gebotsstrategie festlegen
Du legst ein durchschnittliches Tagesbudget fest. An einzelnen Tagen kann Google bis zum Doppelten ausgeben, im Kalendermonat aber höchstens das 30,4-Fache des Tagesbudgets (Durchschnittliche Tagesbudgets). Wie du das Budget aus deinem Ziel ableitest, zeigt das Rechenbeispiel unter Google Ads Kosten.
Bei der Gebotsstrategie entscheidet die Datenlage (Gebotsstrategien):
- Conversions maximieren nutzt das Budget, um möglichst viele Conversions zu erzielen — ein üblicher Start, wenn das Tracking sauber ist.
- Ziel-CPA oder Ziel-ROAS geben einen Zielwert vor; sinnvoll, sobald genug Conversions vorliegen.
- Klicks maximieren optimiert nur auf Klicks — eine Notlösung, solange keine Conversions gemessen werden.
Automatische Gebotsstrategien lernen zuerst: Google nennt dafür bis zu etwa 50 Conversion-Ereignisse oder drei Conversion-Zyklen (Lernphase von Gebotsstrategien).
6. Standort, Sprache und Zeiten einstellen
- Standort: Standard ist „Präsenz oder Interesse“ — Anzeigen erreichen auch Menschen, die sich nur für deine Region interessieren. Wer nur vor Ort arbeitet, wählt „Präsenz“ (Erweiterte Standortoptionen).
- Sprache: die Sprache deiner Kundinnen und Kunden, meist Deutsch.
- Werbezeiten: Standard ist ganztägig. Mit dem Werbezeitplaner begrenzt du Tage und Uhrzeiten, zum Beispiel auf Zeiten, in denen jemand ans Telefon geht (Werbezeitplanung).
- Politische Werbung in der EU: Google Ads fragt beim Anlegen, ob die Kampagne politische Werbung in der EU enthält. Für normale Unternehmenswerbung lautet die Antwort „Nein“ (Richtlinie zu politischen Inhalten).
7. Starten und die ersten 14 Tage begleiten
Nach dem Start prüft Google die Anzeigen; danach beginnt die Auslieferung. Die ersten zwei Wochen entscheiden, ob dein Budget in die richtigen Suchen fließt:
Große Umbauten in dieser Zeit — neue Gebotsstrategie, stark verändertes Budget — setzen das Lernen zurück. Kleine, gezielte Korrekturen wie das Ausschließen unpassender Suchbegriffe sind dagegen genau richtig.
Schneller mit dem Kampagnen-Builder und Neo
Im Good Ads Copilot beschreibst du Neo, dem KI-Assistenten, dein Angebot, deine Region, dein Budget und deine Website. Neo erstellt daraus einen Entwurf für eine Suchkampagne mit Anzeigengruppen, Keywords, Anzeigen und ausschließenden Keywords. Google prüft den Entwurf vorab, du kannst ihn bearbeiten. Nach deiner Bestätigung wird die Kampagne pausiert in deinem Konto angelegt, soweit die Funktion für dein Konto freigeschaltet ist. Aktiv wird sie erst, wenn du sie einschaltest.
Nach dem Start übernimmt der Check-In: Alle 3 Stunden prüft der Copilot Suchbegriffe, Budget und Anzeigen und schlägt Korrekturen vor — genau die Arbeit aus Schritt 7.
Checkliste vor dem Aktivieren
- Test-Conversion ist in Google Ads angekommen
- Je Thema eine Anzeigengruppe mit passenden Keywords
- Keyword-Optionen bewusst gewählt
- Ausschließende Keywords angelegt
- Mindestens eine vollständige responsive Suchanzeige je Anzeigengruppe
- Sitelinks und Anruf-Asset ergänzt
- Tagesbudget aus dem Ziel abgeleitet
- Standort-Option, Sprache und Werbezeiten geprüft
Quellen
Alle Angaben zu Google-Ads-Funktionen beziehen sich auf die offizielle Google-Ads-Hilfe (abgerufen am 2. Oktober 2026). Google ändert Funktionen regelmäßig — im Zweifel gilt die jeweils aktuelle Hilfeseite.